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Archiv für Februar, 2010

Lendenwirbelsäule ertasten und bewegen

28. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Setzte dich auf die Vorderkante eines Stuhles. Spüre nach den Sitzhöckern. Stelle dir die Sitzhöcker wie bogenförmige Kufen vor. Wo sitzt du dann auf der Kufe? In der Mitte oder am Rand des Bogens?

Lege nun deine Hände in die Taille, sodass die Fingerspitzen der Mittelfinger zur Wirbelsäule zeigen. Die Daumen zeigen dann nach unten. Verändere die Position der Hände langsam, sodass die Fingerkuppen auf oder neben dem Dornfortsatz eines Lendenwirbels zu liegen kommen.

Nun runde und beuge deinen unteren Rücken und stelle dir dabei vor, du möchtest mit dem Dornfortsatz die Fingerkuppe(n) wegschieben. Bringe den Dornfortsatz wieder in die Ausgangsposition und stelle dir vor die Fingerkuppe bleibt an der Stelle im Raum, zu der du sie geschoben hast. Dann runde deinen unteren Rücken nochmals und bewege den Dornfortsatz bis an die Stelle, an der die Fingerkuppe sich befindet. Wenn der Dornfortsatz die Fingerkuppe berührt, schiebe sie noch ein winziges Stück weiter nach hinten. Mache dies ein paar Mal. Strenge dich nicht an, statt dessen spiele mit dieser Bewegung. Wenn du Bewusstheit (du nimmst wahr, was du tust, während du es tust) über die Bewegung erlangt hast, dann gehe zum benachbarten Lendenwirbel und fahre mit dieser Bewegung fort.

Lenke deine Aufmerksamkeit diesmal nicht nur auf den Wirbel, sondern auch auf die Sitzhöcker. Kannst du ein Echo der Wirbelbewegung spüren? Verändert sich der Kontakt der Sitzhöcker mit der Stuhlfläche?

Lenke deine Aufmerksamkeit auch mal auf die Entfernung zwischen unteren Rippen und Beckenkamm.

Denke daran, du besitzt fünf Lendenwirbel. Kannst du sie alle finden, ertasten und bewegen? Der obere Rand des fünften Lendenwirbels (Wirbel oberhalb des Kreuzbeines) ragt im Stehen nicht über den obersten Beckenrand hinaus.

Categories: Mini Lektion Tags:

Gerald Hüther denkt Feldenkrais

19. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Professor Gerald Hüther, Neurobiologe und Hirnforscher aus Göttingen, im Interview des Deutschlandradios über menschliche Potenziale und Lernen.

Wenn du weißt, was du tust, dann kannst du tun was du willst

13. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Wenn du weißt, was du tust, dann kannst du tun was du willst sagte Moshe Feldenkrais immer. Beim Besuch eines Feldenkrais Seminars hört man dies ebenfalls sehr häufig.

Das hört sich leicht verständlich und logisch an. Formuliert man die Aussage jedoch in zwei Fragen um, dann erkennt man den wahren Gehalt und die Tiefe des Gedankens von Moshe Feldenkrais.

Weißt du was du willst? und weißt du was du tust?

Categories: Zur Methode Tags:

Kinästhetisches Bild

6. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Entwickle aus dem visuellen Bild des Hüftgelenks und des Oberschenkels ein kinästhetisches Bild.

Betrachte dazu das Bild des sitzenden Skeletts. Was fällt dir auf? Fällt dir auf, dass das Becken weit nach hinten gekippt ist? Bei diesem Skelett ist das Kreuzbein aus dem Becken herausgebrochen, leider. Ertaste deinen Hüftbeinstachel während du vor dem Computer sitzt, um dir klar zu werden wie deine Beckenstellung ist.

Oberschenkelknochen

Oberschenkelknochen

Stehe dann auf und fühle mit den Finger der rechten Hand den Trochander (Rollhügel am Oberschenkelknochen) auf der rechten Seite und mit den Fingern der linken Hand den Trochander des linken Oberschenkels.

Wenn du mit den Fingerspitzen von oben kommst, berührst du zuerst das obere Ende des Trochanders. Bleibe da mit den Fingerspitzen. Unterhalb deiner Finger ist die Stelle, an der der Oberschenkelhals vom Oberschenkelknochen abzweigt.

Stelle dir nun die knöcherne Verbindung vor, die gebildet wird vom rechten Oberschenkelhals, dem rechten Hüftgelenk, der Verbindung zwischen rechtem Hüftbein und Schambein, dem Schambein, der Verbindung von Schambein zum linken Hüftbein, dem linken Hüftgelenk und dem linken Oberschenkelhals.
Lasse die Fingerspitzen weiterhin am Trochander abgelegt und gehe ganz langsam ein paar Schritte. Versuche dabei aus deinem visuellen Bild ein kinästhetisches Bild zu entwickeln. Dies wird Zeit und einige Wiederholungen benötigen.

Wie immer, erhebt auch dieser Blogbeitrag keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Perfektion. Er ist nur eine Anregung mit deinem Körperbild zu arbeiten und etwas aus zu probieren.

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