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Archiv für die Kategorie ‘Im Sitzen’

Feldenkrais Lektion im Sitzen

15. Januar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Sorge dafür, dass du jetzt für eine halbe Stunde ungestört bist.

Setze dich auf einen Stuhl mit einer harten oder ohne Polsterung. Die Schuhe ziehst du am Besten aus. Lege beide Hände in den Schoß. Die Fußsohlen haben Kontakt mit dem Boden. Kannst du die Knochen spüren, auf denen du sitzt. Spürst du den Rand beziehungsweise den Umriss deiner Fußsohlen. Ist das klar und deutlich oder eher vage. Spüre einfach, ohne zu urteilen. Hast du mehr Gewicht beziehungsweise Kontakt vorne bei den Zehen oder hinten bei der Ferse? Links oder rechts?

Ganz langsam hebe die Außenkante des rechten Fußes ein klein wenig an, halte sie kurz in der Höhe und bringe sie dann wieder zurück. Dann halte an und beginne die Bewegung neu. Mache das ein paar Mal. Wie fühlt sich das an? Ist das eine weiche Bewegung im Fußgelenk oder ruckelt die Bewegung? Ist der Abstand der Außenkante des Fußes vom Boden, wenn du ihn in die Höhe gehoben hast, auf der ganzen Länge der Außenkante gleich? Wenn dein Fuß auf der Innenkante steht. Wie ist dann die Gewichtsverteilung auf der Länge der Innenkante deines Fußes?

Wo initiierst du diese Bewegung? Im Fußgelenk? Im Hüftgelenk? Oder nimmst du das ganze Bein?

Wo überall spürst du ein Echo dieser Bewegung? Verlagert sich das Gewicht auf den Sitzhöcker? Entlastet die Bewegung den rechten Sitzhöcker und es kommt mehr Gewicht auf den linken Sitzhöcker? Spürst du ein Echo in der Wirbelsäule?

Wenn du ganz fein und klein arbeitest, hast du die Chance noch mehr zu spüren! Vielleicht sogar in der Schulter. Kannst du die Schulter weich machen oder weich lassen, damit ein Echo des Anhebens der Fußaußenkante bis in die Schulter zu spüren ist. Welche Schulter ist es, in der du das Echo spürst?

Lasse alle Anspannung die du im Gesicht , Mund und Zunge hast entweichen. Atmest du ruhig und gelassen?

Spiele mit der Bewegung noch ein wenig und lasse es dann sein. Mache dann eine Pause. Hat sich der Kontakt der Fußsohle mit dem Boden geändert?

Nun hebe die Innenkante der rechten Fußsohle an, halte sie kurz in der Höhe und bringe sie dann wieder zurück. Mache das ein paar Mal. Wie fühlt sich das an? Ist das eine weiche Bewegung im Fußgelenk? Ist der Abstand der Innenkante des Fußes vom Boden, wenn die Innenkante in die Höhe gehoben ist, auf der ganzen Länge der Innenkante gleich? Ist die Gewichtsverteilung auf der Außenkante des Fußes überall gleich?

Während du die Außenkante des Fußes hebst, ändert sich dann der Abstand vom Knöchel auf der Innenseite des Fußes zur innenliegenden Seite der Ferse? Vergleiche die Entfernung vom Knöchel auf der Innenseite des Fußes zur innenliegenden Seite der Ferse mit der Entfernung vom Knöchel auf der Außenseite des Fußes zur außen liegenden Seite der Ferse?

Wo initiierst du diese Bewegung? Nur im Fußgelenk? Oder nur im Hüftgelenk?

Wo überall spürst du ein Echo dieser Bewegung? Verlagert sich das Gewicht auf den Sitzhöcker? Entlastet die Bewegung den rechten oder den linken Sitzhöcker? In welcher Schulter kannst du ein Echo dieser Bewegung spüren? Arbeite ganz weich und ohne Anstrengung. Spiele mit der Bewegung.

Ziel der Bewegung ist etwas herauszufinden über die Verbindung Fuß, Hüftgelenk und Schulter. Kannst ausreichend langsam, klein und weich arbeiten, so dass du etwas lernst.

ATM Lippen, Zähne, Mund

2. Januar 2010 Wolfgg 3 Kommentare

Beim Internet Surfen habe ich folgende von Moshe Feldenkrais gehaltene ATM entdeckt und sie auf Deutsch mitgeschrieben, so gut ich das konnte. Das Thema ist Lachen und Aggression.

Die Lektion heißt: Lippen, Zähne, Mund

… die Übung, die wir gemacht haben ist Teil von… Bewusstheit durch Bewegung…Teil meiner Arbeit, die darin besteht sich durch (mit Hilfe von) Bewegung bewusst zu werden, was wir tun… genau heraus zu finden was wir tun, damit wir tun können, was wir wollen.

… und du wirst sehen, dass die Leute so trainiert und eingefahren sind …durch unsere Umwelt.unsere Kultur.. unsere Eltern und Lehrer, … die es nicht besser wissen… was uns nur ein winziger Teil unsere Fähigkeiten nutzen lässt. Die meisten Menschen nutzen ungefähr 10 Prozent ihrer Fähigkeiten. Nur wenige Teile von uns sind weiter entwickelt….Aber das reicht, weil nur wenige Menschen um uns herum besser sind…

Nur wenige leben mit dem Lebensgefühl „ich habe so gut gelebt wie ich wollte“…
Die meisten Menschen kommen zur Einsicht das sie etwas für sich selber hätten machen sollen …waren Buchhalter das ganz Leben …. arbeiteten hart um etwas Geld für einen Urlaub zu verdienen. ….. hätten Musiker , Maler , Mathematiker …etc sein können…..

..am Ende findest du heraus, dass du nur gearbeitet hast, um alt und lahm zu werden. .. und dann fragst du dich was habe ich gemacht…Selbst wenn du Lehrer warst. Ich habe Physiker gekannt, die das nie sein wollten…die dies nur wegen der Umstände gemacht haben. Ich selbst war Physiker bevor ich dieses Business begonnen habe.

Es gibt mehrere Beispiele…
Der berühmte französischer Autor Duhamel war Arzt, aber sobald er unabhängig war wurde er Schriftsteller. Heinrich Jakoby aus der Schweiz. … sie änderten ihren Berufsweg… in dem Moment, wo sie ökonomisch unabhängig waren..und ihr Selbstvertrauen noch nicht zerstört war. so dass fühlten, dass sie etwas Neues lernen können, unabhängig vom ihrem Alter…Menschen glauben, wenn sie zu alt sind wäre Lernen zu schwierig. Eva Kirchner… eine Schülerin von mir… sie kam zu mir mit einem Rücken über den die Ärzte sagten, damit kann man nicht leben. … und wir arbeiteten zusammen… der Rücken war wieder o.k….. ich sagte ihr, wenn sie so weiter mache, wie bisher würde sie wieder das Rückenproblem bekommen… und dass sie das Leiden brauche, um nicht so weiter zu machen wie bisher……sie studierte Psychologie… und heute ist sie Leiterin des Instituts für Individualpsychologie (Adlerian) in Israel.

Das kann man in jedem Alter machen. Ich selbst lernte mit 65 Klavier zu spielen.

Jetzt beginnen wir mit unserem ursprünglichen Thema… und das ist…uns selbst kennen zu lernen…was schwierig ist, es sei denn, du verfügst über eine Methode.

Jeder weiß, dass alle Denker in unserer 10 tausendjährigen Kulturgeschichte gesagt haben: … sich selbst kennen zu lernen das Wichtigste sei.

Wie lernt man sich selbst kennen. Jeder denkt er kennt sich selbst. Jeder der sich einer Analyse unterzieht stellt fest, dass er sich nicht kennt. Jeder der die Gestalttherapie ausprobiert stellt fest, er kennt sich nicht…Wie lernt man sich selbst kennen?… Was ich vorschlage ist… Die Methode ist sich selbst über die Bewegung bewusst zu werden… nicht nur das ihr gelernt habt euer Becken zu bewegen… ihr habt das in einer Stunde gelernt. Seht ihr den Vorteil? Du hast das über Bewegung gelernt.. nicht über die Atmung… wenn du es über Atmung lernen müsstest, würdest du Asthmatiker werden. Wenn du es mit Thai Chi probieren würdest, bräuchtest du drei Jahre …um das so gut zu können wir ihr heute………..lasst uns aber am Anfang beginnen.

Wo ist der Anfang …. Jeder, der auf die Welt kommt … zuerst schreit er oder sie….der erste Kontakt mit der Außenwelt ist über den Mund… das ist wenn das Baby die Brustwarze in den Mund nimmt. Deshalb ist der Mund, der uns am Meisten bewusste Teil…. später die Finger… Der Mund beschreibt das emotionale Leben, den Appetit, die Art wie wir mit dem Leben umgehen besser als alles andere……

Du zeigst deine Zähne( spricht zu einem der Zuhörer) … Die meisten machen das nicht… weil sie nicht wissen, dass Lachen bedeutet, die Zähne zu zeigen. Lachen bedeutet, dass du zeigt, dass du beißen kannst.

..weißt du, wer das herausgefunden hat… Henri Bergson… und noch früher Charles Darwin (Expression of emotions in man and animals) … Charles Darwin der herausfinden wollte, ob Lachen erlernt wird und von der Kultur abhängt, oder ob es vererbt wird und von der Art abhängt.

… wo immer er hinkam im pazifischen Raum..speziell auf Inseln… untersuchte er die Menschen dort, ob sie so lachen, wie wir es tun…

..er fand heraus, dass alle Kulturen genauso lachen, wie wir es tun.. in der Türkei genauso wie in Bali. ..das war ihm ein Rätsel… das Rätsel wurde im Zoo von London gelöst.

..wenn Kinder Erdnüsse an Menschenaffen verteilten und dabei herzlich lachten. Die Menschenaffen nahmen die Erdnüsse und freuten sich daran… die Menschenaffen wurden dann aber ohne offensichtlichen Grund sehr ärgerlich und versuchten die Kinder zu greifen..

Darwin fand heraus, dass für die Menschenaffen das Lachen von Kinder etwas Aggressives ist… für die Menschenaffen war das Lachen der Kinder etwas Aggressives, .. sie fühlten sich bedroht und wollten sich verteidigen.

… wenn ein Tier versucht anzugreifen oder sich bedroht fühlt, zeigt es die Zähne

…Lachen ist , wenn du dich verteidigen willst… deine Zähne zeigst…und dann merkst du Verteidigung ist nicht notwendig. .. dann entsteht Lachen…. Aggressivität und Lachen haben etwas miteinander zu tun…. die Menschenaffen wissen das aber nicht… wenn sie jemanden Lachen sehen ..ist das für sie eine Bedrohung…

Wenn deine Aggressivität gehemmt ist… dein Lachen ist dann etwas Künstliches….. Menschen, die Angst haben aggressiv zu sein oder dafür bestraft wurden….können nicht Lachen…. Ich sehe Leute lachen, ohne ihre Zähne zu zeigen…

Lass mich etwas über Aggressivität sagen… nicht das alle sagen:. Was erzählt er uns über Aggressivität… das ist etwas Schlechtes…. wir sind alle sind Linke, Trotzkisten, Mao Tsetung Anhänger……

Aggressivität ist der Witz des Leben. Du kannst nichts essen, ohne aggressiv zu sein, ohne etwas zu zerstören. Ohne Aggressivität ist kein Leben möglich.. .. Aggressivität und Gewalt ist etwas verschiedenes….die Menschen verwechseln Gewalt und Aggressivität…Menschen fürchten Gewalt….. aber es gibt genug Gewalt mit oder ohne Aggressivität.

… wenn du unterscheidest zwischen Aggressivität und Gewalt…dann ist Aggressivität etwas gutes..

alles was du im Leben tust ist aggressiv. … wenn du zur Universität gehst, nimmst du jemand anders den Platz weg.. wie kann ein Löwe leben, ohne ein anderes Tier zu fressen..

Stelle sicher, dass du aggressiv bist, damit du lachen kannst… und damit du nett zu deinem Nächsten und zu dir selbst sein kannst…wenn du nicht aggressiv sein kannst ohne Gewalt ..

wenn du nicht verteidigen kannst ohne Gewalt… dann ist deine Aggressivität gehemmt ..deine Fähigkeit zum Handeln.. wer soll es dann tun, wenn nicht du selbst….

Finde heraus … wir sind minderwertig.. weil wir nur zehn Prozent von unserer Fähigkeit nutzen

.. um Respekt vor uns selbst zu haben…. ich habe das Recht zu existieren… dafür muss ich aggressiv sein.

Hier beginnt die ATM

Versuche deinen Mund schmal zu machen und mache ein U… erzeuge einen Ton U zu machen… viele denken mit i macht man einen schmalen Mund

das ist die erste Saugbewegung nach der Brustwarze.. mache das ein paar Mal…

….mache nun mit den Finger den schmalsten Mund, den du machen kannst… und dann mit den Fingern rolle die untere Lippe nach außen und zeige das Innere der Lippe… das Fleisch. … je älter die Person ist, desto schwieriger ist es für sie…. nimm beide Hände…zeige das Fleisch und dann mache dasselbe mit der Oberlippe. .. das ist schwierig, weil die Person noch nie in ihrem Leben gelacht hat.

Das ist Lachen.. das ist wie, wir dem Leben entgegen treten wollen…mit Lachen und Aggressivität und das du fähig bist das Beste für dich im Leben zu machen … in dieser schwierigen Welt ..und das ohne Gewalt, damit dein Nachbar auch den Mund öffnen kann und lachen.

… versuche nun beide Lippen nach außen zu bewegen… zu selben Zeit… mit beiden Händen..

siehst du wie Darwin recht hatte. .wenn du die Lippen wendest, sich Aggressivität in Lachen wandelt… wenn du merkst dass keine Gefahr da ist …das ist Lachen und das die Menschen aus Furcht vor Aggressivität nie richtig lachen

…ohne Aggressivität wirst du nicht in der Lage sein … die eigene Interessen sauber zu verteidigen, ohne Gewalt anzuwenden.. ohne für andere komisch zu erscheinen.

Probiere nun… wie weit dein Mund ist

den Mund nicht öffnen … mache ihn weit…so weit bis du Tränen in den Augen hast du wirst sehen .. und dann zeige die Innenseite der Lippen

du kannst es nicht genug wertschätzen… wie viel Gutes dir tust.so zu lachen…. es ist lustig eine Welt ohne Gewalt… Lachen.. Lachen … jeder zeigt mir die Zähne und hat keine Angst.

Mache nun ..ohne Finger… den schmalsten und den weitesten Mund..bis zu den Ohren.. bis du die Augen zusammenkneifst. .. wenn du so lachst, dann hast du Tränen in den Augen, weil man Lachen kann bis man Tränen in den Augen hat.

Ihr habt wahrscheinlich das erstemal bemerkt das Aggressivität und Lachen zusammen gehören und es sich gut anfühlt fähig zu sein , zu beißen und zu kauen…. und die unnützen Dinge sein zu lassen und euch anzueignen, was notwendig ist das Leben leicht, angenehm und produktiv zu machen .. für uns selbst und nicht für andere… aber du kannst es nicht… weil unsere Gesellschaft so ist, dass du auch produktiv für den Nächsten bist und wenn du nicht gewalttätig bist, dann ist deine Aggressivität ein Vergnügen für dich und ihn….

..was immer wir tun. sind wir nicht alle aggressiv… aber du solltest fähig sein zu lachen, wenn du aggressiv bist

… hier die Frau lacht … so wie es den Menschen eigen ist…. ihr solltet einmal jemanden lachen hören..und nicht kichern…. wie machst du es?…

um zu Lachen musst du die Brust den Mund groß machen… den Mund öffnen, so dass du wirklich in einen Apfel beißen kannst.. es sollten wenigstens zwei Finger in den Mund passen

… habt ihr Johnny Weißmüller im Tarzan gehört… oder seid ihr zu jung dazu.. habt ihr den Lärm gehört, den er gemacht hat … wie weit ging.das..

… wie ist der Lärm von einen alten Mann wie mir…

…um das machen zu können müsst ihr euch des Volumens eures Mundes bewusst sein .. und ihr werdet sehen dass alle Menschen.. die vorher ihr Lippen so hatten.und nie …… ihre Sinnlichkeit zeigten und deren Aggressivität gehemmt war

so dass es eine Schande war nette, intelligente Menschen mit Fähigkeiten zu sehen, die so viel Ungerechtigkeit sich selbst antaten..

Glück für uns dass ich hier bin….

Glück für mich, nicht für euch… weil ich glaube, dass nichts so befriedigend ist..als eine Gruppe von Menschen zu finden, wo du innerhalb von ein paar Stunden sehen kannst, dass du ihnen die Würde gegeben hast zu erkennen, dass sie besser sind als zuvor….. das ist eines der großen Vergnügen meines Lebens..

… das die Leute, die so lachen…wir Freunde werden.. und das ihr keine Schwierigkeiten habt zu mir zu kommen.. mir Geheimnisse zu erzählen …… eine freundliche aggressive Beziehung ohne Gewalt.

.. wie bekommen wir den Mund.. um so zu schreien oder rufen… du kannst so nicht schreien bevor du nicht das Volumen deines Mundes kennst.

Wenn das dein Gaumen ist.. und der Kehlkopf ist hier… wenn wir nicht wissen, dass die Form des Gaumens Offenheit ist, der Gaumen offen ist ..der Kehlkopf ist zusammengepresst…. viele wagen es nicht zu tun…

Hüftgelenke

31. Oktober 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Wie es dir sicher schon aufgefallen ist, ist ein Anliegen dieses Feldenkrais Blogs dich zum Experimentieren mit Bewegung oder dem Erforschen von Bewegungsabläufen anzuregen. Ich gehe davon aus, dass du gerade auf einem Stuhl sitzt. Idealerweise hat er, wenn überhaupt, eine harte Polsterung.

Diesmal sitzt du nicht an der Vorderkante, sondern besser ganz in der Mitte der Stuhlfläche.

Nimm nun deinen rechten Fuß unter deinen linken Oberschenkel und den linken Fuß auf den rechten Unterschenkel. Bringe bitte deine Hände mit den Handrücken auf das Kreuzbein. Das Kreuzbein ist der Teil des Beckens, aus dem deine Wirbelsäule hervorgeht. Achte auf deine Schultern. Kannst du sie ganz weich machen ?

Ziehe nun eine Linie von deinem Kreuzbein bis zu deinem Kopf. Stelle dir vor diese Linie ist ein gerader und elastischer Halm, der sich im Winde wiegt.

Jetzt kommt ein Luftzug von hinten und der Halm wiegt sich nach vorne. Wiege deinen Oberkörper auf diese Art und Weise. Einmal bläst der Wind von hinten und der Halm wiegt sich nach vorne, dann lässt der Wind wieder nach und der Oberkörper wiegt sich wieder zurück in seine Ausgangsposition. Lasse deine Hände am Kreuzbein und spiele mit der Bewegung. Variiere mit den Himmelsrichtungen, aus der der Wind kommt, genauso wie mit der Windstärke.

Kannst du die Gewichtsverlagerungen der Sitzhöcker wahrnehmen?

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Die Länge des Armes ertasten

24. Oktober 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Stehe auf und lasse beide Arme seitlich hängen. Spüre die Länge der Arme? Gibt es einen Unterschied zwischen rechts und links?

Setze dich an einen Tisch, bei dem du die Beine unter dem Tisch haben kannst. Die Füße sind parallel und die Fußsohlen berühren vollständig den Boden. Idealerweise ist die Tischplatte rutschig. Besorge dir am besten jetzt schon 2 Blätter Papier, die du später als Unterlage für deine Unterarme benutzen kannst.

Lege jetzt beide Unterarme auf den Tisch mit den Handflächen nach unten.

Wie schwer sind deine Unterarme ? Gibt es einen Unterschied zwischen rechts und links?

Dann bringe deine Aufmerksamkeit auf deine Schultern. Kannst du die Schultern so organisieren und lösen, dass die Unterarme noch mehr Gewicht auf die Tischfläche bringen?

Dann stelle dir vor du hättest deine Unterarme zuvor in eine farbige Flüssigkeit getaucht.

Welchen Abdruck würden deine Hände und die Unterarme auf der Tischfläche hinterlassen, wenn du die Arme entfernen würdest? Nimm dir die Zeit, die du benötigst, um dies herzufinden. Beginne bei den Händen und wandere mit deiner Aufmerksamkeit zuerst den einen, dann den anderen Unterarm entlang, bis zum Ellenbogen.

Leg beide Hände aufeinander und wandere mit der oben liegenden Hand den unten liegenden Unterarm ertastend in Richtung Ellenbogen. Halte da kurz an und wandere mit den Fingerspitzen weiter bis zu deiner Schulter. Dort ertaste dein Schlüsselbein. Das ist der Knochen, der von der Schulter in Richtung deiner Brustmitte geht. Taste mit deinen Fingerspitzen am Schlüsselbein entlang, bis du zum Brustbein kommst. Das Brustbein befindet sich ziemlich genau in der Mitte deines Brustkorbes. An dieser Stelle, an der das Schlüsselbein auf das Brustbein trifft gibt es eine Kerbe. Lege eine Fingerspitze auf diese Kerbe. Der Übergang vom Schlüsselbein zum Brustbein besteht aus Knorpel und ist beweglich.

Jetzt schiebe den Unterarm, der auf dem Tisch liegt, von dir weg. Mache die Bewegung sehr klein, höchstens einen Zentimeter und halte an. Kannst du mit dem Finger am Übergang zwischen Schlüsselbein und Brustbein eine Bewegung spüren? Ziehe den Unterarm auf der Tischplatte wieder zurück. Halte an und beginne die Bewegung neu. Schiebe den Unterarm nochmals von dir weg und bringe ihn wieder zurück. Mache das mehrmals und variiere mit dem Winkel mit dem du den Unterarm von dir wegschiebst. Einmal schiebst du ihn gerade von dir weg, dann etwas seitlich davon. Kannst du mit dem Finger am Übergang vom Schlüsselbein zum Brustbein spüren, dass sich dieser Übergang wie ein Gelenk verhält?

Spiele und experimentiere mit der Bewegung. Je kleiner und feiner du arbeitest, desto mehr wirst du über das Schlüsselbein-Brustbein-Gelenk lernen können.

Stehe dann auf und lasse wie zu Beginn beide Arme seitlich hängen. Hat sich etwas an der Länge der Arme geändert?

Dieses Werk wurde von seinem Urheber, LadyofHats, als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit.

Dieses Werk wurde von seinem Urheber, LadyofHats, als gemeinfrei veröffentlicht. Dies gilt weltweit.

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Die Laufbahn des Armes beim Heben erforschen

19. September 2009 Wolfgg 1 Kommentar

Setze dich auf einen Stuhl und stelle beide Füße flach auf den Boden. Kannst du die Sitzhöcker spüren?

Nun lege deine dominate Hand auf den Oberschenkel der selben Körperseite. Deine Hand ist nicht abgewinkelt. Das heißt die Finger zeigen in die gleiche Richtung wie der Unterarm. Streiche nun, im Zeitlupentempo mit der Handinnenfläche auf dem Oberschenkel nach oben in Richtung der Leistengegend und von da auf deinen Bauch unterhalb des Bauchnabels. Bringe dabei deine Aufmerksamkeit sowohl auf deine Fingerspitzen und deine Ellenbogenspitze als auch auf deine Schulter.

Ganz langsam fahre mit der Hand über den Bauchnabel nach oben in Richtung Kopf. Bleibe mit der Hand in der Körpermitte und beobachte. Ändert sich auf dem Weg der Hand nach oben die Richtung, in der die Finger zeigen. Wenn du den Punkt gefunden hast an dem sich die Richtung ändert, in die die Finger zeigen, dann halte an und gehe nochmals zurück, bis deine Hand auf deinem Bauchnabel liegt.

Beginne die Bewegung von hier nochmals neu und spüre, was geschieht mit der Schulter und der Schulterrückseite? Kannst du das Schulterblatt spüren, wie es sich nach unten in Richtung zu deinem Becken bewegt, während deine Hand nach oben geht. Der Erkenntnis, dass wenn etwas nach oben geht, sich an einer anderen Stelle etwas abwärts bewegt, wirst du bei der Feldenkraisarbeit noch öfter begegnen.

Falls du das Schulterblatt nicht spüren kannst, dann bitte jemand seine Hand auf die Rückseite deiner Schulter zu legen. Die fremde Hand soll wirklich nur da liegen und gar nichts tun. Wiederhole die Lektion öfter, eventuell auch auf dem Rücken liegend oder im Stehen. Wenn du die Lektion nicht mechanisch durchführst, dann wird dir die Laufbahn des Armes beim Arm heben immer klarer werden.

Erforsche die Laufbahn des Armes auch im Alltag. Überlege dir bei welchen Alltagsbewegungen kannst du ein effizientes, weil kraftsparendes Arm heben verwenden?

Wenn dir die Lektion gefallen hat, dann darfst du gerne einen Kommentar dazu hinterlassen.

Der Rücken bewegt den Kopf, #2

15. August 2009 admin Keine Kommentare

Die Bewegung, die du jetzt lernen wirst, kann dir dabei helfen einen weichen Nacken zu bekommen.

Setze dich auf einen Stuhl mit wenig Polsterung. Beide Füße stehen auf dem Boden. Spüre, wie du heute sitzt? Deine Sitzhöcker, kannst du sie spüren?

Lege deine Hände so auf deine Stirn, dass die Finger zur Kopfoberseite zeigen. Die Ellenbogen zeigen jetzt nach vorne unten. Hebe nun die Ellenbogen langsam nach oben in Richtung Zimmerdecke an, dann halte kurz und komme wieder zurück. Der untere Rücken wölbt sich dabei nach innen. Mache diese Bewegung ein paarmal. Halte Vor jeder Wiederholung kurz an und beginne die Bewegung ganz neu.

Feldenkrais ist, wenn du dir gewahr wirst was du bei dieser Bewegung tust. Dazu stelle ich jetzt ein Paar Fragen, die du für dich beantworten kannst.

Verändert sich der Druck auf deine Sitzhöcker und auf deine Fußsohlen? Gibt es eine Bewegung, sei sie noch so klein, in deinen Fußgelenken und den Knien? Bewegt sich dein Becken? Atmest du einoder aus wenn du die Ellenbogen in Richtung Zimmerdecke bringst? Urteile nicht, sondern untersuche nur! Fahre fort mit der Bewegung und erforsche, wie du sie jedesmal weicher und angenehmer machen kannst.

Die Stellung deines Kopfes in Verhältnis zu deinem Rumpf ändert sich bei dieser Bewegung nicht. Das entlastet deinen Nacken.

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Der Rücken bewegt den Kopf, #1

8. August 2009 admin 1 Kommentar

Hallo,
heute kannst du etwas über deinen oberen Rücken entdecken.

Setz dich auf einen Stuhl und nimm deine Füße in einen bequemen Abstand. Spürst du die Sitzhöcker, auf denen du sitzt?

Lasse deine Schultern hängen und spüre wie sich das anfühlt. Dann verschränke deine Finger und lege sie oben auf deinen Kopf, die Ellenbogen sind dabei geöffnet. Lasse die Schultern weiterhin locker und ohne Spannung.

Beuge deine oberen Rücken nach links und komme wieder zur Mitte zurück. Achte darauf, dass die Bewegung nach der Seite in einer geraden Linie verläuft. Kannst du das so machen, dass sich die ganze Wirbelsäule daran beteiligt?

Mache dies ein paarmal, ganz langsam und mit Genuß. Der Kopf bewegt sich nicht in Relation zum Oberkörper.

Mache eine Pause und wechsle dann die Seite. Beuge dich also nach rechts und komme wieder zur Mitte zurück. Ein paarmal. Genieße die Bewegung und spüre wie der Oberkörper deinen Kopf bewegt.

Zum Schluss nun, bewege dich von rechts nach links. Denke daran, die Bewegung hat einen Anfang und ein Ende. Das heißt, am Ende stoppt die Bewegung kurz und beginnt dann von neuem.

Wann erfolgt die Gewichtsverlagerung vom rechten zum linken Sitzhöcker und umgedreht?

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Den unteren Rücken kennen lernen

1. August 2009 admin 1 Kommentar

Hallo und Willkommen bei der ersten Feldenkrais Lektion.

Setze dich auf die Vorderkante eines Stuhles mit wenig Polsterung und sorge dafür, dass du jetzt mindestens eine halbe Stunde ungestört bist.

Lege deine Hände in deinen Schoß und nimm einmal wahr, wie du sitzt. Sind deine Fußsohlen auf dem Boden? Welcher Fuß hat mehr Gewicht auf dem Boden? Spürst du die Knochen auf denen du sitzt? Das sind deine Sitzhöcker. Beuge deinen Oberkörper leicht nach vorn und wieder zurück. Mache das ein paarmal, bis du die beiden Knochen auf denen du sitzt deutlich wahrnehmen kannst. Ist das Gewicht zwischen dem rechten und dem linken Sitzhöcker gleich verteilt? Wie groß ist der Abstand zwischen deinen Knien und wie groß ist der Abstand zwischen deinen Füßen?

Lasse die Schultern sinken, bis jegliche Spannung entwichen ist.

Bewege deinen Oberkörper nach vorn und wieder zurück. Nimm wahr, wie das geht und versuche die Qualität des Schaukelns in deinem kinästhetischen Gedächtnis festzuhalten.

Bringe nun deinen Handrücken in Gürtelhöhe auf den Rücken. Erfühle mit dem Handrücken den Bereich des unteren Rückens. Spüre, welcher Winkel bildet dein Becken mit der Wirbelsäule? Dann fühle die Beschaffenheit des Gewebes in der Taille, im Kreuzbein, im unteren Rücken und auf beiden Seiten der Wirbelsäule?

Lasse deine Hand mit dem Handrücken auf Gürtelhöhe. Beuge dich mit dem Oberkörper nach vorn und fühle was im unteren Rücken passiert. Beugt sich der Rücken nach außen? Halte an und warte einen Augenblick, dann begib dich auf den Rückweg. Die Bewegung hat einen Anfang und ein Ende. Mache das ein paarmal, ganz langsam. Nimm dir gut zehn Sekunden Zeit für eine Wegstrecke. Hat das Beugen ein Einfluß auf deinen Atem? Kannst du den Mund leicht geöffnet lassen?

Wenn du nicht spüren kannst was dein unterer Rücken macht, dann mach die Bewegung kleiner, feiner und langsamer.

Mache ein paar Sekunden Pause und ruhe dich im Sitzen aus.

Jetzt bringe den Handrücken wieder zum unteren Rücken, nur etwas höher als zuvor.

Wiederhole die Bewegung von vorher. Wie fühlt sich der Rücken an dieser Stelle an. Besteht ein Unterschied?

Jetzt bringe deinen Handrücken rechts von der Wirbelsäule und fahre fort die Auswirkungen des Beugens zu spüren und erforschen.

Dann wechsle die Seite und fahre fort. Je kleiner, feiner und langsamer du arbeitest, desto mehr wirst du entdecken und spüren können.

Lenke nun zusätzlich deine Aufmerksamkeit auf deine Sitzhöcker. Ändert sich etwas an der Gewichtsverteilung? Und nun nimm noch die Fußsohlen hinzu. Hat das Beugen des Oberkörpers Auswirkung auf den Druck der Fußsohlen auf den Boden. Gibt es eine Bewegung in den Knien und den Fußgelenken?

Höre auf und mache eine Pause im Sitzen.

Nun schaukle deinen Oberkörper nach vorn und wieder zurück. Gibt es einen Unterschied zum Beginn der Lektion? Hat sich die Qualität geändert? Fühlt es sich leichter an?

Du kannst die Lektion im Stehen wiederholen oder auch auf der Seite liegend.

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