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Archiv für die Kategorie ‘Mini Lektion’

Lendenwirbelsäule ertasten und bewegen

28. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Setzte dich auf die Vorderkante eines Stuhles. Spüre nach den Sitzhöckern. Stelle dir die Sitzhöcker wie bogenförmige Kufen vor. Wo sitzt du dann auf der Kufe? In der Mitte oder am Rand des Bogens?

Lege nun deine Hände in die Taille, sodass die Fingerspitzen der Mittelfinger zur Wirbelsäule zeigen. Die Daumen zeigen dann nach unten. Verändere die Position der Hände langsam, sodass die Fingerkuppen auf oder neben dem Dornfortsatz eines Lendenwirbels zu liegen kommen.

Nun runde und beuge deinen unteren Rücken und stelle dir dabei vor, du möchtest mit dem Dornfortsatz die Fingerkuppe(n) wegschieben. Bringe den Dornfortsatz wieder in die Ausgangsposition und stelle dir vor die Fingerkuppe bleibt an der Stelle im Raum, zu der du sie geschoben hast. Dann runde deinen unteren Rücken nochmals und bewege den Dornfortsatz bis an die Stelle, an der die Fingerkuppe sich befindet. Wenn der Dornfortsatz die Fingerkuppe berührt, schiebe sie noch ein winziges Stück weiter nach hinten. Mache dies ein paar Mal. Strenge dich nicht an, statt dessen spiele mit dieser Bewegung. Wenn du Bewusstheit (du nimmst wahr, was du tust, während du es tust) über die Bewegung erlangt hast, dann gehe zum benachbarten Lendenwirbel und fahre mit dieser Bewegung fort.

Lenke deine Aufmerksamkeit diesmal nicht nur auf den Wirbel, sondern auch auf die Sitzhöcker. Kannst du ein Echo der Wirbelbewegung spüren? Verändert sich der Kontakt der Sitzhöcker mit der Stuhlfläche?

Lenke deine Aufmerksamkeit auch mal auf die Entfernung zwischen unteren Rippen und Beckenkamm.

Denke daran, du besitzt fünf Lendenwirbel. Kannst du sie alle finden, ertasten und bewegen? Der obere Rand des fünften Lendenwirbels (Wirbel oberhalb des Kreuzbeines) ragt im Stehen nicht über den obersten Beckenrand hinaus.

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Kinästhetisches Bild

6. Februar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Entwickle aus dem visuellen Bild des Hüftgelenks und des Oberschenkels ein kinästhetisches Bild.

Betrachte dazu das Bild des sitzenden Skeletts. Was fällt dir auf? Fällt dir auf, dass das Becken weit nach hinten gekippt ist? Bei diesem Skelett ist das Kreuzbein aus dem Becken herausgebrochen, leider. Ertaste deinen Hüftbeinstachel während du vor dem Computer sitzt, um dir klar zu werden wie deine Beckenstellung ist.

Oberschenkelknochen

Oberschenkelknochen

Stehe dann auf und fühle mit den Finger der rechten Hand den Trochander (Rollhügel am Oberschenkelknochen) auf der rechten Seite und mit den Fingern der linken Hand den Trochander des linken Oberschenkels.

Wenn du mit den Fingerspitzen von oben kommst, berührst du zuerst das obere Ende des Trochanders. Bleibe da mit den Fingerspitzen. Unterhalb deiner Finger ist die Stelle, an der der Oberschenkelhals vom Oberschenkelknochen abzweigt.

Stelle dir nun die knöcherne Verbindung vor, die gebildet wird vom rechten Oberschenkelhals, dem rechten Hüftgelenk, der Verbindung zwischen rechtem Hüftbein und Schambein, dem Schambein, der Verbindung von Schambein zum linken Hüftbein, dem linken Hüftgelenk und dem linken Oberschenkelhals.
Lasse die Fingerspitzen weiterhin am Trochander abgelegt und gehe ganz langsam ein paar Schritte. Versuche dabei aus deinem visuellen Bild ein kinästhetisches Bild zu entwickeln. Dies wird Zeit und einige Wiederholungen benötigen.

Wie immer, erhebt auch dieser Blogbeitrag keinen Anspruch auf Richtigkeit oder Perfektion. Er ist nur eine Anregung mit deinem Körperbild zu arbeiten und etwas aus zu probieren.

Weber-Fechner-Gesetz

25. Januar 2010 Wolfgg Keine Kommentare

Ein Experiment: Nimm ein Buch in eine Hand und lege einen Kugelschreiber darauf. Kannst du das zusätzliche Gewicht wahrnehmen?

Jetzt nimm eine Ansichtskarte in die Hand und lege denselben Kugelschreiber darauf. Kannst du das zusätzliche Gewicht wahrnehmen?

Das Halten der Ansichtskarte erfordert einen geringeren Kraftaufwand, als das Halten des Buches. Der reduzierte Kraftaufwand ermöglicht es mehr zu Spüren und Wahrzunehmen.

Die Erkenntnis dieses Gesetzes macht man sich in der Feldenkrais Arbeit zu nutze.

Die Reduzierung von Kraftaufwand bzw. Anstrengung bei der Durchführung der Feldenkrais Lektionen ermöglicht es dem Lernenden kleinste Unterschiede bei seinen Bewegungen wahrzunehmen. Dadurch wird er in die Lage versetzt die Qualität seiner Bewegung zu verbessern.

Wer das Gesetz mathematisch und mit weiteren Beispielen erklärt haben möchte kann sich über den Link Weber-Fechner-Gesetz weitere Informationen beschaffen.

Zehengrundgelenk

28. Dezember 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Welches Bild hast du von den Zehengrundgelenken?

Setze dich auf die Vorderkante eines Stuhles. Die Fußsohlen liegen flach auf dem Boden. Wie groß ist die Fußsohlenfläche deines linken Fußes? Nimm das einfach nur wahr. Korrigiere und urteile nicht. Lege deinen linken Fuß auf dein rechtes Knie. Taste und suche mithilfe deines rechten Daumens und des rechten Mittelfingers das Zehengrundgelenk deines linken großen Zehen. Der Mittelfinger berührt die Fußsohle und der Daumen die Oberseite des Fußes. Lasse den Daumen und Zeigefinger am Zehengrundgelenk.

Strecke und beuge den großen Zeh, indem du den Daumen und den Mittelfinger hin und her bewegst. Wie machst du das? Wenn der Daumen in Richtung Fußspitze geht, geht dann der Mittelfinger in Richtung Ferse? Beginne mit einer winzig kleinen und ganz sanften Bewegung. Der Daumen und der Mittelfinger bewegen den Zehen. Bewegt sich der Mittelfußknochen der großen Zehe mit? Wo kannst du ein Echo der Streck- und Beugebewegung des großen Zehen spüren. Spiele noch eine Weile mit dem Zehengrundgelenk, bis dir die Struktur und Funktionsweise vollkommen klar geworden ist. Lasse das und erforsche die restlichen Zehen bzw. Zehengrundgelenke auf dieselbe Art und Weise.

Stelle den linken Fuß wieder ab und vergleiche die Fläche der Fußsohle mit der Fläche zu Beginn dieser Mini-Lektion.

Erforsche auch die Zehengrundgelenke deines rechten Fußes. Lege dazu deinen rechten Fuß auf dein linkes Knie.

Wenn du damit fertig bist, dann gehe ein paar Schritte und spüre die Zehengrundgelenke beim Abrollen des Fußes.

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Bewußtheit über die Atmung erlangen

20. Dezember 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Kannst du, während du sprichst, oder dich mit jemandem unterhältst deine Atmung wahrnehmen?

Spürst du dann die Atmung mehr auf der Rumpfvorderseite oder auf der Rumpfhinterseite? Kannst die Atmung auch auf der Seite, in deinen Flanken, spüren? Spürst du die Atmung eher im Oberbauch oder eher im Unterbauch und nimmst du die Atmung auch im unteren Rücken wahr? Eventuell sogar in der Gegend um das Kreuzbein? Ist dir bewusst, ob sich die unteren Rippen bewegen, wenn du atmest?

Kämme deinen Rumpf mal auf dem Rücken liegend und danach im Sitzen und Stehen durch und beantworte die Fragen, die ich soeben gestellt habe, nur für dich.

Beantworte die Fragen nach deiner Atmung auch einmal, wenn du dich mit jemandem unterhältst.

Wo atmet dein Gesprächspartner? Kannst du seine Atmung wahrnehmen und zur selben Zeit deine Eigene und dich dabei noch unterhalten?

Wie ist dein Atemrhythmus und wie ist der Atemrhythmus deines Gesprächspartners?

Feldenkrais und Kiefer #1

6. Dezember 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Öffne deinen Mund ein paar Mal und spüre, wie das geht. Dann mache eine Pause.

Wenn du jetzt nochmals den Mund öffnest, dann denke dir du entfernst die Vorderzähne des Unterkiefers und Oberkiefers voneinander. Mache eine kleine und langsame Bewegung. Wie fühlt sich das Öffnen des Mundes an, wenn du daran denkst, die Zähne voneinander weg zu bewegen. Mache dies ein paar Mal und experimentiere. Einmal entfernst du die Vorderzähne und dann beim nächsten Mal entfernst du die Backenzähne voneinander. Verringere die Anstrengung und Konzentration, damit du ruhig weiteratmen kannst. Dann mache eine Pause.

Halte mit dem Daumen und Zeigefinger deiner Lieblingshand dein Kinn fest. Den Arm kannst dabei bequem auf deinem Brustkorb ablegen. Dein Unterkiefer ist jetzt fixiert. Er soll sich in der Folgezeit nicht bewegen.

Entferne die Vorderzähne des Oberkiefers von den Zähnen des Unterkiefers. Der Unterkiefer kann sich nicht bewegen, da er vom Daumen und Zeigefinger gehalten wird. Beginne mit einer winzigen Bewegung. Wie musst du deine Kiefergelenke und die Muskulatur des Gesichtes organisieren, damit diese Bewegung leicht geht.

Mache das ein paar Mal. Wenn du die Bewegung langsam durchführst, dann kannst du mit jedem Mal etwas an der Qualität der Bewegung verbessern.

Spürst du, wie sich in der Gegend deines Jochbeines die Muskulatur entspannen kann? Kannst du zulassen, dass das Kiefergelenk dabei ganz entspannt bleibt und sich diese Entspannung über das ganze Gesicht ausbreitet?

Mache eine Pause. Wie fühlen sich die Kiefergelenke und die Wangen an? Mache eine kinästhetische Aufnahme von den Kiefergelenken und den Wangen, damit du diesen Gefühlszustand jederzeit wieder abrufen kannst.

Kiefergelenk und Jochbein

Kiefergelenk und Jochbein

Jetzt öffne deine Mund nochmals wie du es zu Beginn getan hast. Machst du jetzt etwas anders?

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Lektion von Moshe Feldenkrais

23. November 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Feldenkrais Lernen durch Spüren

Mit welchem Teil unsres Selbst… bewegen wir den Kopf?…wie du willst…….bewege den Kopf, um die Decke zu sehen… langsam…bemerke mit welchem Teil deines Selbst mit welchem Teil beginnst du die Bewegung… wie drehen wir den Kopf.?… es ist keine
Frage.wie der Muskel heißt……aber das Fühlen…kannst du den Kopf drehen, ohne etwas anderes zu machen. Oder machen wir eine vorbereitende Bewegung oder in anderen Worte…

im Kopf selbst… in diesem Teil des Kopfes(Teil des Kopfes, wenn er vom Rumpf abgetrennt ist) gibt es keine Muskeln zum Drehen…. Es gibt nur die Gesichtsmuskeln… die zum Ausdrücken von Gefühlen sind.. Der Schädel.. es gibt Muskeln am Schädel.. aber man kann Sie aber nicht zum Bewegen benutzen… Offensichtlich drehen wir den Kopf mit etwas anderem…aber was ist es?…. finde es durch spüren heraus … suche keine Erklärungen… Namen…

Armpendel

8. November 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Was du in der heutigen Bewußtheit durch Bewegung Lektion lernen wirst, kannst du bei deinem nächsten Spaziergang gleich verwenden…..

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Augen hinten

11. Oktober 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Das wäre nicht schlecht hinten Augen zu haben.

Sorge dafür, dass du für eine Weile ungestört bist. Stelle dir einmal vor, du hättest auch auf deiner Hinterkopfseite ein Gesicht. Wo müsste dann die Nase sein?

Nimm eine Hand und versuche sie zu ertasten, die Hinterkopfnase….. nicht schlecht, was? Jetzt hast du einen guten Referenzpunkt und es fällt dir sicher leicht, deine Hinterkopfaugen zu lokalisieren.

Jetzt benutze die Augen hinten und schaue nach rechts. Mache nur eine kleine Bewegung und dies ganz langsam. Wo ist rechts, wenn du mit den hinteren Augen deine Umgebung beobachtest? Mache das ein paar Mal und dann schaue nach links. Kannst du etwas sehen?

Wiederhole das ein paar Mal. Schaue nach rechts und bringe die Augen wieder zur Mitte zurück. Dann schaue ein paar Mal nach links und bringe die Augen wieder zur Mitte zurück. Dann betrachte den Horizont hinter dir, von rechts nach links und von links nach rechts. Dann schaue mal zur Decke und mal zum Boden mit deinen Augen am Hinterkopf.

Mit etwas Übung wird es dir gelingen Wahrnehmungsfähigkeit auch für den Raum hinter dir zu entwickeln.

Wo und wann im Alltag könnte das dir dies nützlich sein?

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Feldenkrais Strategie bei Halbseitenlähmung #1

6. Oktober 2009 Wolfgg 2 Kommentare

Feldenkrais Strategie bei Halbseitenlähmung.

Diejenigen Besucher des Blogs, die die Feldenkrais Methode bereits länger praktizieren kennen sicher die folgende Bewegung: In Rückenlage wird mit Hilfe der aufgestellten Beine das Becken in Richtung Zimmerdecke gehoben.

Bedingt durch einen Schlaganfall und der daraus resultierenden Halbseitenlähmung muss ich, wenn ich das Becken in der Rückenlage hebe, auf der von der Lähmung betroffenen Seite mehr Kraft aufwenden, damit diese Seite der gesunden folgen und das Defizit ausgleich kann.

Die Feldenkrais Strategie die beiden unterschiedlichen Seiten aneinander anzugleichen besteht darin, die starke Seite der schwachen anzugleichen und nicht umgekehrt.
Mit der starken Seite macht man also weniger als möglich ist, damit das System symmetrisch arbeiten und das Anheben des Beckens mit Leichtigkeit, Effizienz und ohne Anstrengung erfolgen kann.

Dazu muss die starke Seite lernen nachzulassen und sich auf das Niveau der schwachen Seite zu begeben.

Probiere es einfach mal aus…

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