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Archiv für die Kategorie ‘Lektion’

Augen hinten

11. Oktober 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Das wäre nicht schlecht hinten Augen zu haben.

Sorge dafür, dass du für eine Weile ungestört bist. Stelle dir einmal vor, du hättest auch auf deiner Hinterkopfseite ein Gesicht. Wo müsste dann die Nase sein?

Nimm eine Hand und versuche sie zu ertasten, die Hinterkopfnase….. nicht schlecht, was? Jetzt hast du einen guten Referenzpunkt und es fällt dir sicher leicht, deine Hinterkopfaugen zu lokalisieren.

Jetzt benutze die Augen hinten und schaue nach rechts. Mache nur eine kleine Bewegung und dies ganz langsam. Wo ist rechts, wenn du mit den hinteren Augen deine Umgebung beobachtest? Mache das ein paar Mal und dann schaue nach links. Kannst du etwas sehen?

Wiederhole das ein paar Mal. Schaue nach rechts und bringe die Augen wieder zur Mitte zurück. Dann schaue ein paar Mal nach links und bringe die Augen wieder zur Mitte zurück. Dann betrachte den Horizont hinter dir, von rechts nach links und von links nach rechts. Dann schaue mal zur Decke und mal zum Boden mit deinen Augen am Hinterkopf.

Mit etwas Übung wird es dir gelingen Wahrnehmungsfähigkeit auch für den Raum hinter dir zu entwickeln.

Wo und wann im Alltag könnte das dir dies nützlich sein?

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Feldenkrais Strategie bei Halbseitenlähmung #1

6. Oktober 2009 Wolfgg 2 Kommentare

Feldenkrais Strategie bei Halbseitenlähmung.

Diejenigen Besucher des Blogs, die die Feldenkrais Methode bereits länger praktizieren kennen sicher die folgende Bewegung: In Rückenlage wird mit Hilfe der aufgestellten Beine das Becken in Richtung Zimmerdecke gehoben.

Bedingt durch einen Schlaganfall und der daraus resultierenden Halbseitenlähmung muss ich, wenn ich das Becken in der Rückenlage hebe, auf der von der Lähmung betroffenen Seite mehr Kraft aufwenden, damit diese Seite der gesunden folgen und das Defizit ausgleich kann.

Die Feldenkrais Strategie die beiden unterschiedlichen Seiten aneinander anzugleichen besteht darin, die starke Seite der schwachen anzugleichen und nicht umgekehrt.
Mit der starken Seite macht man also weniger als möglich ist, damit das System symmetrisch arbeiten und das Anheben des Beckens mit Leichtigkeit, Effizienz und ohne Anstrengung erfolgen kann.

Dazu muss die starke Seite lernen nachzulassen und sich auf das Niveau der schwachen Seite zu begeben.

Probiere es einfach mal aus…

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Balancieren, kannst Du das noch?

3. Oktober 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Nimm einfach die nächste Gelegenheit wahr, die sich dir zum Balancieren bietet. Vielleicht eine Teppichkante in der Wohnung oder irgendeine Musterung auf dem Fußboden. Und wenn du das nächste Mal draußen bist, dann nimm einfach die Bordsteinkante.

Wenn du dann beim Balancieren bist, probiere verschiedene Dinge aus:

Beginne, indem du beide Arme zur Hilfe nimmst. Dann unternehme einen Versuch mit nur einem Arm und versuche festzustellen mit welchem Arm das einarmige Balancieren leichter geht? Hast du eine Schokoladenseite?

Kannst du vorwärts gehend leichter balancieren, als rückwärts gehend?

Was passiert, wenn du beim Balancieren ein Auge schließt? Und zum Schluß, probiere aus, wie es ist, wenn du auf Zehenspitzen balancierst.

Ohne Ziel, nur aus Freude am Experimentieren und Lernen

Ohne Ziel, nur aus Freude am Experimentieren und Lernen

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Differenzierung von Bewegung #1

25. September 2009 Wolfgg Keine Kommentare

Damit wir uns effizient, leicht und elegant bewegen können, müssen wir unsere Glieder und die  Teile unseres Körpers,  die an  Bewegung beteiligt sind differenziert, das heißt unabhängig voneinander bewegen können.

Bei einem Instrumetalisten  müssen sich nicht nur Schulter,  Arm,  Hand und Finger unabhängig voneinander bewegen können, sondern auch noch in unterschiedlicher Geschwindigkeit.

Da wenn wir uns bewegen,  zumindest wenn wir uns im Raum bewegen, auch immer unsere Augen beteiligt sind, liegt es nahe, die Differenzierung der Augen von der Bewegung der restlichen Teile des Körpers selbst einmal zu erfahren.

Folgende Mini Lektion, die sowohl im Sitzen, als auch im Liegen durchgeführt werden kann,  soll dazu einen Beitrag leisten.

Schaue gerade aus. Deine Augen blicken in dieselbe Richtung wie deine Nasenspitze zeigt. Stelle dir vor es steht jemand rechts von dir und hält einen Faden in der Hand, der an deiner Nasenspitze befestigt ist.  Nun zieht dieser Jemand an dem Faden und bewegt deinen Kopf nach rechts.  Nach wenigen Zentimetern hört der Jemand auf zu ziehen. Je kleiner die Bewegung ist, desto besser ist es für deinen Lernerfolg.  Dein Kopf  ist nun etwas rechts gedreht und du bringst ihn wieder zurück in die Ausgangsposition. Daraufhin zieht dieser Jemand nochmals an dem Faden und es beginnt ein kleines  Spiel.  Da dein Atmen ruhig bleibt,  vermute ich du fühlst dich wohl dabei. Trotzdem,  mache nun eine Pause.

Du möchtest etwas vor dir betrachten. Deshalb läßt du deine Augen auf das Objekt vor dir geheftet, wenn die Person rechts von dir das nächste Mal an dem Faden zieht und dein Kopf sich nach rechts bewegt. Vergiss nicht die Bewegung kommt zum Halt, wenn die Person rechts von dir aufhört am Faden zu ziehen. Dann bringe den Kopf zurück in die Ausgangspostion. Deine Augen schauen die ganze Zeit den Gegenstand an. Deine Nasenspitze wird wieder nach rechts gezogen. Wiederhole dieses Spiel ein paar Mal.

Mache nun eine Pause.

Bewege nun deine Nasenspitze nach rechts und nimm die Augen mit. Lasse nun die Nasenspitze nach rechtsgedreht und bringe nur die Augen zurück, so dass du das Objekt vor dir anschauen kannst. Lasse so deine Augen ein paar Mal hin und her wandern. Deine Augen bewegen sich unabhängig von der Kopfbewegung.  Bringe einen Teil deiner Aufmerksamkeit zu deinem Nacken. Kannst du da ein Echo spüren?

Da die Mini  Lektion von mir selbst erfunden wurde,  würde ich mich  über einen Kommentar sehr freuen.

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Die Laufbahn des Armes beim Heben erforschen

19. September 2009 Wolfgg 1 Kommentar

Setze dich auf einen Stuhl und stelle beide Füße flach auf den Boden. Kannst du die Sitzhöcker spüren?

Nun lege deine dominate Hand auf den Oberschenkel der selben Körperseite. Deine Hand ist nicht abgewinkelt. Das heißt die Finger zeigen in die gleiche Richtung wie der Unterarm. Streiche nun, im Zeitlupentempo mit der Handinnenfläche auf dem Oberschenkel nach oben in Richtung der Leistengegend und von da auf deinen Bauch unterhalb des Bauchnabels. Bringe dabei deine Aufmerksamkeit sowohl auf deine Fingerspitzen und deine Ellenbogenspitze als auch auf deine Schulter.

Ganz langsam fahre mit der Hand über den Bauchnabel nach oben in Richtung Kopf. Bleibe mit der Hand in der Körpermitte und beobachte. Ändert sich auf dem Weg der Hand nach oben die Richtung, in der die Finger zeigen. Wenn du den Punkt gefunden hast an dem sich die Richtung ändert, in die die Finger zeigen, dann halte an und gehe nochmals zurück, bis deine Hand auf deinem Bauchnabel liegt.

Beginne die Bewegung von hier nochmals neu und spüre, was geschieht mit der Schulter und der Schulterrückseite? Kannst du das Schulterblatt spüren, wie es sich nach unten in Richtung zu deinem Becken bewegt, während deine Hand nach oben geht. Der Erkenntnis, dass wenn etwas nach oben geht, sich an einer anderen Stelle etwas abwärts bewegt, wirst du bei der Feldenkraisarbeit noch öfter begegnen.

Falls du das Schulterblatt nicht spüren kannst, dann bitte jemand seine Hand auf die Rückseite deiner Schulter zu legen. Die fremde Hand soll wirklich nur da liegen und gar nichts tun. Wiederhole die Lektion öfter, eventuell auch auf dem Rücken liegend oder im Stehen. Wenn du die Lektion nicht mechanisch durchführst, dann wird dir die Laufbahn des Armes beim Arm heben immer klarer werden.

Erforsche die Laufbahn des Armes auch im Alltag. Überlege dir bei welchen Alltagsbewegungen kannst du ein effizientes, weil kraftsparendes Arm heben verwenden?

Wenn dir die Lektion gefallen hat, dann darfst du gerne einen Kommentar dazu hinterlassen.

Befreiter Nacken

12. September 2009 admin Keine Kommentare

Christoph Görtz ,  Feldenkrais Practioner aus Schlangen, berichtetet in der Nummer 66 der Mitgliederzeitschrift des deutschen Feldenkraisverbandes von folgender Mini-Lektion:

Setze dich auf einen Stuhl mit einer nicht zu weichen Polsterung. Schaue geradeaus und spüre die Länge deines Halses. Dann lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Nacken. Wie fühlt er sich an? Ist er eher weich oder fest. Urteile nicht! Nimm einfach den Zustand deines Nackens wahr.

Jetzt lenke die Aufmeksamkeit auf den Kontakt deiner Sitzhöcker mit der Sitzfläche. Bewege deine Oberkörper nach vorne und komme wieder zurück. Mache dies ein paarmal, ganz langsam, bis du die Sitzhöcker deutlich wahrnehmen kannst. Nun stelle dir vor, dass zwischen den beiden Sitzhöckern ein Gummiband gespannt ist. In deiner Vorstellungverkürzt du nun dieses Gummiband und lässt es dann wieder länger werden. Mache dies ein paar Mal. Dann stehe auf und gehe ein paar Schritte umher. Kannst du in deinem Nacken eine Veränderung spüren?

Setze dich nochmals auf den Stuhl und wiederhole das Visualisieren eines Gummibandes zwischen den Sitzhöckern. Verändere diesmal die Ansatzpunkte des Gummibandes an den Sitzhöckern bevor du das Gummiband verkürzt und wieder verlängerst. Ein paarmal noch, dann lasse es. Gehe wieder ein paar Schritte und spüre deinen Nacken. Wie fühlt er sich an?

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Nur wenn du weißt was du tust

29. August 2009 admin Keine Kommentare

Bevor du mit der Lektion beginnst, lies bitte nochmal den Artikel “Bewußtheit durch Bewegung” von voriger Woche (22.08.09) durch und versuche, die darin festgehaltenen Hinweise bei den dann folgenden Bewegungsvorschlägen umzusetzen. Die Feldenkrais Arbeit unterscheidet sich von anderen Bewegungsmethoden, vor allem in der Art der Durchführungsweise der Bewegungsabfolgen.

Nur durch diese besondere Durchführungsweise gelingt es dem Studenten sich bewußt zu werden, was und wie er etwas tut. Und nur wenn du weißt was du tust und wie du es tust, kannst du es ändern und das tun was du möchtest. Moshe Feldenkrais sagte immer.Nur wenn du weißt was du tust, dann kannst du tun was du willst.

Sorge nun dafür, dass du eine halbe Stunde lang ungestört bist und setze dich ganz vorne auf die Voderkante eines Stuhles mit nicht zu starker Polsterung oder ganz ohne Polsterung. Beide Fußsohlen sind flach auf Boden und die Oberschenkel sind parallel zum Boden. Lege deine Hände auf deine Knie.

Bewege jetzt dein rechtes Knie ein kleines Stück nach vorne. Mache die Bewegung so einfach, wie du kannst. Nur in kleines Stück. Halte die Bewegung an, warte einen kurzen Augenblick und dann komme mit dem Knie wieder zurück.

Mache das ein paarmal, bis du spürst, was du tust. Deine Hände bleiben auf den Knien. Halte immer an, bevor du dich mit dem Knie auf den Rückweg machst. Halte ebenfalls an, wenn die Bewegung zu Ende ist, das heißt bevor du das Knie wieder nach vorne schiebst. Spürst du, dass das rechte Hüftgelenk (Verbindung zwischen Oberschenkelknochen und Becken) sich ebenfalls bewegt? Finde heraus? Bewegt das Hüftgelenk das Knie nach vorn oder bewegt das Knie das Hüftgelenk? Wie leitest du die Bewegung ein?

Dreht sich dein Oberkörper ebenfalls ein bisschen? nach links? Wiederhole die Bewegung nochmals, mit ganz viel Gefühl und ganz langsam. Bewege das Knie nach vorne, halt kurz an. Dann kehre mit dem Knie zurück, halte die Bewegung an und dann erst beginne die Bewegung neu. Drehen sich beide Schultern und der Kopf ebenfalls nach links? Bist du langsam genug, um die Drehung der Wirbelsäule nach links zu spüren? Mache eine kurze Pause und lehne dich zurück.

Komme in die Anfangsposition zurück. Deine Hände liegen auf den Knien. Diesmal bewege das rechte Knie, ein kleines bisschen nach hinten. Halte an und dann bringe das Knie wieder nach vorne. Wenn das Knie wieder vorne ist, dann halte wieder an. Jetzt beginne die Bewegung neu. Bewegst du dich langsam und einfach genug, um die Auswirkung der Kniebewegung in deinem Hüftgelenk zu spüren? Bewegt sich der Oberkörper, infolge der Kniebewegung, ein winziges Stück nach rechts. Mache das ein paarmal, bis du genau wahr nimmst, was du tust. Welche Qualität hat die Bewegung? Dreht sich die Wirbelsäule und der Oberkörper, infolge der Kniebewegung nach rechts? Mache wenige, aber sehr aufmerksame Wiederholungen. Dann mache eine kurze Pause und lehne dich zurück.

Spürst du einen Unterschied zwischen der rechten und der linken Seite? Eventuell ist der Unterschied nur winzig klein, aber es ist ein Unterschied.

Komme nun wieder auf die Vorderkante zu sitzen. Die Fußsohlen sind flach auf dem Boden. Die Hände auf den Knien. Jetzt wieder, wie zu Beginn der Lektion. Schiebe das rechte Knie nach vorne, halte an und dann schiebe das Knie wieder zurück. Beobachte, wie das Hüftgelenk der Kniebewegung folgt und wie der Oberkörper sich nach links zu drehen beginnt. Mache das ein paarmal. Dann beginne die Augen und den Kopf nach links zu drehen, während das rechte Knie nach vorne geht und bringe die Augen und den Kopf wieder zur Mitte zurück, wenn das Knie wieder zurück kommt. Mache das ein paarmal, bis die Bewegung etwas größer wird und der Oberkörper und die Schultern beginnen sich an der Bewegung zu beteiligen. Bewege dich jedoch nicht weiter nach links, wie es ganz leicht geht.

Dann mache eine kurze Pause und lehne dich zurück.

Komme nun wieder auf die Vorderkante zu sitzen mit den Händen auf den Knien. Wenn du nun fort fährst mit der Kniebewegung nach vorne (rechtes Knie), dann lasse nur die Schultern nach links gehen, nicht den Kopf. Der Kopf und die Augen bleiben nach vorne gerichtet. Das heißt die rechte Schulter geht nach links und die linke Schulter geht nach hinten rechts. Mache die Bewegung klein und winzig. Wie mußt du den Nacken, den Hals und den Schultergürtel organisieren damit dies geht? Nochmals, nur wenn du kleine und langsame Bewegungen machst wird es dir gelingen die Differenzierung zwischen Schulterbewegung und Kopf zu organisieren. Spiele damit.

Mache nochmals eine kurze Pause.

Wenn du nun das rechte Knie nach vorne schiebst, lasse den Oberkörper, die Schultern und den Kopf wieder an der Bewegung teilhaben und sich nach links drehen. Kommst du nun, ohne Anstrengung, weiter als zu Beginn der Lektion? Mache noch ein oder zwei aufmerksame Bewegungen. Lasse nun deinen Oberkörper und die Schultern nach links gedreht und bring das rechte Knie und das rechte Hüftgelenk zurück.Spiele damit und finde heraus, wie du deine Wirbelsäule organisieren mußt, damit dies gelingt. Wird dir bewußt, dass du für das Gelingen mit kleinen Bewegungen arbeiten mußt? Wiederhole die Kniebewegung ein paarmal, während dein Oberkörper und die Schultern nach links gedreht sind.Vergiss nicht die Stopps in die Bewegung einzubauen.

Mache eine kurze Pause und lehne dich zurück. Drehe nur deinen Kopf nach rechts und links. Nach welcher Seite ist einfacher geworden?

Komme in die Anfangsposition zurück. Beide Fußsohlen sind flach auf Boden und die Oberschenkel sind parallel zum Boden. Lege deine Hände auf deine Knie.

Nun bewege dein linkes Knie nach vorne, halte es an und bringe es wieder zurück, halte wieder an und beginne die Bewegung neu. Bewegt das linke Knie das Hüftgelenk oder bewegt das linke Hüftgelenk das Knie? Mache dies ein paarmal. Mache die Bewegung klein und langsam, damit du spüren kannst wie sich der Oberkörper rechts mit dreht. Was macht das rechte Knie , wenn das linke Knie vor geht? Geht das recht Knie und das rechte Hüftgelenk dann zurück? Dann nimm den Oberkörper und Kopf bei der Drehnung nach rechts mit. Strenge dich nicht an, genieße die Bewegung, bleibe im behaglichen Bereich.

Dann nach ein par Wiederholungen. Lasse den Kopf und die Augen nach rechts gedreht und bringe nur die Schulter und den Oberkörper zurück nach vorne. Wenn du langsam arbeitest, dann findest du heraus, wie du die Wirbelsäule, den Nacken und die Schultern organisieren musst, damit dies gelingt.

Komme in die Anfangsposition zurück. Hände sind auf den Knien. Schiebe dein rechtes Knie nach vorne, lasse dabei deinen Oberkörper die Drehung nach links ausführen, halte an und bringe deinen Oberkörper wieder zur Mitte, indem du dein rechtes Knie zurück bringst. Dann schiebe dein linkes Knie nach vorne. Lasse es zu, dass der Oberkörper sich nach rechts dreht. Kann dein rechtes Knie und rechtes Hüftgelenk sich an der Bewegung beteiligen.

Dann spiele und genieße: Rechtes Knie und rechtes Hüftgelenk nach vorne und linkes Knie und linkes Hüftgelenk nach hinten. Fahre fort und wechsle die Richtungen. Spürst du die Leichtigkeit im Schultergürtel und den Hüftgelenken?

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Der Rücken bewegt den Kopf, #2

15. August 2009 admin Keine Kommentare

Die Bewegung, die du jetzt lernen wirst, kann dir dabei helfen einen weichen Nacken zu bekommen.

Setze dich auf einen Stuhl mit wenig Polsterung. Beide Füße stehen auf dem Boden. Spüre, wie du heute sitzt? Deine Sitzhöcker, kannst du sie spüren?

Lege deine Hände so auf deine Stirn, dass die Finger zur Kopfoberseite zeigen. Die Ellenbogen zeigen jetzt nach vorne unten. Hebe nun die Ellenbogen langsam nach oben in Richtung Zimmerdecke an, dann halte kurz und komme wieder zurück. Der untere Rücken wölbt sich dabei nach innen. Mache diese Bewegung ein paarmal. Halte Vor jeder Wiederholung kurz an und beginne die Bewegung ganz neu.

Feldenkrais ist, wenn du dir gewahr wirst was du bei dieser Bewegung tust. Dazu stelle ich jetzt ein Paar Fragen, die du für dich beantworten kannst.

Verändert sich der Druck auf deine Sitzhöcker und auf deine Fußsohlen? Gibt es eine Bewegung, sei sie noch so klein, in deinen Fußgelenken und den Knien? Bewegt sich dein Becken? Atmest du einoder aus wenn du die Ellenbogen in Richtung Zimmerdecke bringst? Urteile nicht, sondern untersuche nur! Fahre fort mit der Bewegung und erforsche, wie du sie jedesmal weicher und angenehmer machen kannst.

Die Stellung deines Kopfes in Verhältnis zu deinem Rumpf ändert sich bei dieser Bewegung nicht. Das entlastet deinen Nacken.

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Der Rücken bewegt den Kopf, #1

8. August 2009 admin 1 Kommentar

Hallo,
heute kannst du etwas über deinen oberen Rücken entdecken.

Setz dich auf einen Stuhl und nimm deine Füße in einen bequemen Abstand. Spürst du die Sitzhöcker, auf denen du sitzt?

Lasse deine Schultern hängen und spüre wie sich das anfühlt. Dann verschränke deine Finger und lege sie oben auf deinen Kopf, die Ellenbogen sind dabei geöffnet. Lasse die Schultern weiterhin locker und ohne Spannung.

Beuge deine oberen Rücken nach links und komme wieder zur Mitte zurück. Achte darauf, dass die Bewegung nach der Seite in einer geraden Linie verläuft. Kannst du das so machen, dass sich die ganze Wirbelsäule daran beteiligt?

Mache dies ein paarmal, ganz langsam und mit Genuß. Der Kopf bewegt sich nicht in Relation zum Oberkörper.

Mache eine Pause und wechsle dann die Seite. Beuge dich also nach rechts und komme wieder zur Mitte zurück. Ein paarmal. Genieße die Bewegung und spüre wie der Oberkörper deinen Kopf bewegt.

Zum Schluss nun, bewege dich von rechts nach links. Denke daran, die Bewegung hat einen Anfang und ein Ende. Das heißt, am Ende stoppt die Bewegung kurz und beginnt dann von neuem.

Wann erfolgt die Gewichtsverlagerung vom rechten zum linken Sitzhöcker und umgedreht?

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Den unteren Rücken kennen lernen

1. August 2009 admin 1 Kommentar

Hallo und Willkommen bei der ersten Feldenkrais Lektion.

Setze dich auf die Vorderkante eines Stuhles mit wenig Polsterung und sorge dafür, dass du jetzt mindestens eine halbe Stunde ungestört bist.

Lege deine Hände in deinen Schoß und nimm einmal wahr, wie du sitzt. Sind deine Fußsohlen auf dem Boden? Welcher Fuß hat mehr Gewicht auf dem Boden? Spürst du die Knochen auf denen du sitzt? Das sind deine Sitzhöcker. Beuge deinen Oberkörper leicht nach vorn und wieder zurück. Mache das ein paarmal, bis du die beiden Knochen auf denen du sitzt deutlich wahrnehmen kannst. Ist das Gewicht zwischen dem rechten und dem linken Sitzhöcker gleich verteilt? Wie groß ist der Abstand zwischen deinen Knien und wie groß ist der Abstand zwischen deinen Füßen?

Lasse die Schultern sinken, bis jegliche Spannung entwichen ist.

Bewege deinen Oberkörper nach vorn und wieder zurück. Nimm wahr, wie das geht und versuche die Qualität des Schaukelns in deinem kinästhetischen Gedächtnis festzuhalten.

Bringe nun deinen Handrücken in Gürtelhöhe auf den Rücken. Erfühle mit dem Handrücken den Bereich des unteren Rückens. Spüre, welcher Winkel bildet dein Becken mit der Wirbelsäule? Dann fühle die Beschaffenheit des Gewebes in der Taille, im Kreuzbein, im unteren Rücken und auf beiden Seiten der Wirbelsäule?

Lasse deine Hand mit dem Handrücken auf Gürtelhöhe. Beuge dich mit dem Oberkörper nach vorn und fühle was im unteren Rücken passiert. Beugt sich der Rücken nach außen? Halte an und warte einen Augenblick, dann begib dich auf den Rückweg. Die Bewegung hat einen Anfang und ein Ende. Mache das ein paarmal, ganz langsam. Nimm dir gut zehn Sekunden Zeit für eine Wegstrecke. Hat das Beugen ein Einfluß auf deinen Atem? Kannst du den Mund leicht geöffnet lassen?

Wenn du nicht spüren kannst was dein unterer Rücken macht, dann mach die Bewegung kleiner, feiner und langsamer.

Mache ein paar Sekunden Pause und ruhe dich im Sitzen aus.

Jetzt bringe den Handrücken wieder zum unteren Rücken, nur etwas höher als zuvor.

Wiederhole die Bewegung von vorher. Wie fühlt sich der Rücken an dieser Stelle an. Besteht ein Unterschied?

Jetzt bringe deinen Handrücken rechts von der Wirbelsäule und fahre fort die Auswirkungen des Beugens zu spüren und erforschen.

Dann wechsle die Seite und fahre fort. Je kleiner, feiner und langsamer du arbeitest, desto mehr wirst du entdecken und spüren können.

Lenke nun zusätzlich deine Aufmerksamkeit auf deine Sitzhöcker. Ändert sich etwas an der Gewichtsverteilung? Und nun nimm noch die Fußsohlen hinzu. Hat das Beugen des Oberkörpers Auswirkung auf den Druck der Fußsohlen auf den Boden. Gibt es eine Bewegung in den Knien und den Fußgelenken?

Höre auf und mache eine Pause im Sitzen.

Nun schaukle deinen Oberkörper nach vorn und wieder zurück. Gibt es einen Unterschied zum Beginn der Lektion? Hat sich die Qualität geändert? Fühlt es sich leichter an?

Du kannst die Lektion im Stehen wiederholen oder auch auf der Seite liegend.

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