Schaue bitte in einen Spiegel und beobachte die Haltung und Position deines Kopfes.
Drehe dich auf die rechte Seite. Drehe den ganzen Schultergürtel mit und komme wieder zurück. Drehe dich wieder nach rechts, schaue dich weiterhin im Spiegel an. Kann dein Kopf unbeweglich bleiben? Wie mußt du deinen Nacken organisieren, damit du deinen Schultergürtel drehen kannst, ohne den Kopf mitzubewegen.
Lass dir viel Zeit zum Spielen und Forschen. In der Feldenkrais- Methode besteht kein Zwang, dass es auf Anhieb klappt.
Christoph Görtz , Feldenkrais Practioner aus Schlangen, berichtetet in der Nummer 66 der Mitgliederzeitschrift des deutschen Feldenkraisverbandes von folgender Mini-Lektion:
Setze dich auf einen Stuhl mit einer nicht zu weichen Polsterung. Schaue geradeaus und spüre die Länge deines Halses. Dann lenke deine Aufmerksamkeit auf deinen Nacken. Wie fühlt er sich an? Ist er eher weich oder fest. Urteile nicht! Nimm einfach den Zustand deines Nackens wahr.
Jetzt lenke die Aufmeksamkeit auf den Kontakt deiner Sitzhöcker mit der Sitzfläche. Bewege deine Oberkörper nach vorne und komme wieder zurück. Mache dies ein paarmal, ganz langsam, bis du die Sitzhöcker deutlich wahrnehmen kannst. Nun stelle dir vor, dass zwischen den beiden Sitzhöckern ein Gummiband gespannt ist. In deiner Vorstellungverkürzt du nun dieses Gummiband und lässt es dann wieder länger werden. Mache dies ein paar Mal. Dann stehe auf und gehe ein paar Schritte umher. Kannst du in deinem Nacken eine Veränderung spüren?
Setze dich nochmals auf den Stuhl und wiederhole das Visualisieren eines Gummibandes zwischen den Sitzhöckern. Verändere diesmal die Ansatzpunkte des Gummibandes an den Sitzhöckern bevor du das Gummiband verkürzt und wieder verlängerst. Ein paarmal noch, dann lasse es. Gehe wieder ein paar Schritte und spüre deinen Nacken. Wie fühlt er sich an?